Experimente? Das ist was fürs Labor!

In Organisationen wird oftmals kein Raum geschaffen, um vielversprechende Lösungsansätze und Hypothesen im Kleinen zu testen. Stattdessen werden lieber große Initiativen oder Projekte gestartet.

Details

In der Wissenschaft werden Experimente genutzt, um Erkenntnisse zu gewinnen. Hierbei stellst du eine Hypothese auf, definierst ein Vorgehen und am Ende misst du, ob du erfolgreich warst.

Wann hast du zum letzten Mal ein echtes Experiment in deinem Arbeitsumfeld gewagt?

Obwohl es hilfreich sein kann, auch in Organisationen bestimmte Lösungsansätze und wichtige Hypothesen zu testen oder einfach mal etwas auszuprobieren, um zu sehen, ob bspw. eine Idee funktioniert, wird dem oftmals keinen Raum gegeben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Meist wird auf limitierende Faktoren, wie Budget und Zeit verwiesen oder der begrenzte Handlungsspielraum, durch bspw. vorgegebene Prozesse zur Begründung herangezogen. Zudem fehlt ein konstruktiver Umgang mit Fehlern, es wird häufig eher nach den Schuldigen gesucht, als gemeinsam Erkenntnisse aus den Fehlern zu ziehen und diese für Verbesserungen zu nutzen.

Effekte zeigen sich im Großen und im Kleinen. Projekte bleiben groß. Statt mit MVPs (kleinstmögliche Fassung eines Produktes) zu testen, ob etwas funktioniert, werden große Programme gestartet. Die Frage, ob das potenzielle Ergebnis das Problem löst, wird häufig nicht oder zu spät gestellt und Kund:innenfeedback wird spät eingeholt.

Auch bei Veränderungen in Führung oder Zusammenarbeit können Experimente helfen, denn du bekommst so ein Gefühl dafür, was für dich und dein Team am besten funktioniert und was den größten Nutzen bringt, ohne zu viel Planungsaufwand am Anfang.

Werden Experimente gestartet, entsteht schnell Unruhe und eine Atmosphäre der Unsicherheit. Fragen über den Zeit- und Verantwortungsrahmen tauchen auf. Die Angst, einen Fehler zu machen, breitet sich aus. Was, wenn ich auf das falsche Pferd setze? Interessanterweise scheint dies bei kleinen Experimenten schwerer zu wiegen als bei großen Programmen, bei denen der Sunk-Cost-Effekt (je mehr wir investiert haben, desto stärker die Tendenz weiterzumachen) einen viel größeren wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen verursacht.

Folgende Sprachmuster sind dir vielleicht schon über den Weg gelaufen, die dieses Verhalten stützen:

  • ‚Da müssten wir ja erst mal den Prozess anpassen‘
  • ‚Dafür passt der Rahmen nicht‘
  • ‚Wir benötigen einen Plan, denn das Management möchte schon wissen, wann was gemacht wird‘
  • ‚Ohne Planung geht es nicht…‘
  • ‚Wir wissen doch, was das Richtige ist…‘
  • ‚Das Experiment darf dann aber auch nicht scheitern…‘
  • ‚Wenn ich es jetzt nicht groß plane, bekomme ich das Thema nicht umgesetzt‘
  • ‚Dann werde ich ja nach dem MVP depriorisiert‘

Du möchtest etwas an diesem Muster verändern? Schau‘ dir unsere Lösungsvorschläge an!

Lösungen

Ein Framework, das dabei hilft Experimente im Arbeitskontext aufzusetzen.
Reflektieren von Glaubenssätze, die deine Experimentierfreude im Arbeitskontext beeinflussen können.
Psychologische Sicherheit ist einer der wichtigsten Faktoren für High Performance in Teams. Hier erfährst du, wie du es messen kannst und welche Faktoren helfen.
Identifizieren von Experimenten, die in eurem eigenen Circle of Control liegen. Dadurch wird der Fokus auf Dinge in diesem Bereich geshiftet.

Über einen Austausch oder Ideen für neue Verhaltensmuster und Lösungsansätze freuen wir uns!

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